Die Afrika-Chance – Millstätter Wirtschaftsgespräche

„Für immer jung? Standortqualität und Generationenkultur“, war das Thema der 3. Millstätter Wirtschaftsgespräche am 2. Mai 2019.

„Die Afrika-Chance. Was wir von und in Afrika lernen müssen“, lautete der Titel meines Vortrags. Meine zentrale These dazu:

Wenn Europa seine Chancen in Afrika nicht wahrnimmt, werden wir zum abgehängten Kontinent im globalen Machtgefüge.

Afrika spielt für den Platz Europas in der Welt „nicht nur eine Fußnote“, bestätigte auch Karl-Theodor zu Gutenberg, der frühere deutsche Politiker, in seinem Vortrag. „Sich nicht auf Afrika zu konzentrieren, ist für Europa keine Option.“

Aber welche Chancen? Und warum ist der afrikanische Kontinent für Europa so zentral?

Die Afrika-Chance

1. Das Ende der Dominanz des Westens

In Afrika zeigt uns China schon lange wie es die Welt gestaltet. Die heute in Europa im Rampenlicht stehende Seidenstraßen-Initiative („One Belt, One-Road“) hat vor vielen Jahren in afrikanischen Ländern seinen Anfang genommen.

Unsere Chance: Den Ball aufnehmen! Und der Welt in Afrika zeigen, welche Alternativen Europa zu bieten hat.

2. Boom in Afrika

Vernetzung mit der Welt statt Isolation ist die neue Realität der afrikanischen Länder.  Mit der exponentiell wachsenden afrikanischen Mittelschicht zusammenzuarbeiten, ist die große Chance für europäische Unternehmen.

3. Migration

Migration hat Europa verändert. Der „Migrationsdruck“ aus afrikanischen Ländern wird weiter zunehmen. Migration ist eine von vielen Formen der Zusammenarbeit innerhalb der vernetzten globalen Gesellschaft. So verstanden, werden wir die unterschiedlichen Interessen dabei erkennen. Und wir werden Migration auch inhaltlich und kreativ steuern und gestalten.

(Ich spreche hier von Migration – sich aus Hoffnung auf ein besseres Leben auf den Weg machen – und nicht von Flucht – aus Angst um das eigene Leben auf den Weg machen. )

4. Digitales Afrika

Die digitale Transformation erfolgt in afrikanischen Ländern zeitgleich mit der Digitalisierung in Europa. Aber näher am Bedarf der Menschen. Weil noch wirkliche Bedürfnisse zu befriedigen sind und weil alte Technologien und Besitzstände nicht wie bei uns behindern. Die große Chance für europäische Unternehmen ist, bei afrikanischen disruptiven Innovationen dabei zu sein. Diese werden zukünftig auch die Märkte in Europa verändern.

 

Hans Stoisser Keynote

 

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