Klimakrise: Warum Afrika ein wichtiger Hebel sein kann

Klimakrise - Das Leapfrogging in afrikanischen Ländern könnte Modell für die Beendigung des fossilen Zeitalters sein.

In meiner vorhergehenden Blogpost hatte ich angekündigt, mich im Jahr 2020 auf das Vernetzen, Zusammenführen und Zusammenwirken von modernen, agilen Unternehmen aus Europa und Afrika zu konzentrieren. Das werde ich gemeinsam mit meinen Partnern unter der Marke NextAfrica tun.

Die Dominanz der westlichen Welt ist zu Ende. Eine vernetzte globale Gesellschaft ist entstanden. Wir erleben gerade den wahrscheinlich größten geopolitischen Umbruch seit Europa mit seinen überseeischen Entdeckungen vor 500 Jahren die Neuzeit eingeläutet hat.
Die heutigen globalen Herausforderungen wie Klimaveränderungen und Migration sind auch Folge dieses finalen Zusammenwachsens der Welt.

Ich meine, für Europa liegt der größte Hebel zur Bewältigung der Klimakrise in einer engen Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern. – Warum?

  • Weil die für das weitere Vorwärtskommen der Menschheit notwendigen (digitalen) Innovationen leichter in Afrika entstehen. Dort werden sie nicht von alten Technologien und eng gewebten Besitzständen gebremst.
  • Weil afrikanische Länder mit der Digitalisierung gerade dabei sind das industrielle Zeitalter zu überspringen. Das Überspringen des weiteren Ausbaus fossiler Energiegewinnung allerdings noch nicht gesichert ist.
  • Weil dieses so genannte Leapfrogging, also das Überspringen von Technologien und Entwicklungsstufen, ein globales Modell für die Beendigung des fossilen Zeitalters werden könnte.
  • Weil vitale, vorwärtsgerichtete und unternehmerische Gesellschaften eine Voraussetzung für Innovationen und Veränderung sind und Europa von ihnen lernen könnte.
  • Und nicht zuletzt auch, weil die meisten Menschen zukünftig nicht in Europa, sondern (neben Asien) vor allem in Afrika leben werden (siehe Grafik).

In diesem Sinn setzt NextAfrica erste kleine Schritte, die zu einer agilen und breiten Zusammenarbeit zwischen den Kontinenten beitragen sollen.

Europäische UnternehmerInnen und ManagerInnen erkunden in den nächsten beiden Learning Journeys zwei afrikanische Städte mit ihrem jeweils eigenen Weg der Digitalisierung, ihren spezifischen digitalen Innovationen und ihren dynamischen Märkten:

Learning Journey Silicon Savannah, Nairobi, 24.-27. Februar 2020
Learning Journey Digital Rwanda, Kigali, 4.-7. Mai 2020

Ich freue mich, dabei mitwirken zu können.

/aus Nairobi/

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