G20-Afrika-Gipfel in Berlin

Mein Interview im Ö1 Morgenjournal am 13. Juni. Zum neu erwachten Interesse Deutschlands und Europas an Afrika (G-20 Afrika Gipfel):

Der Hintergrund: Am 12. und 13. Juni 2017 fand in Berlin der „G20-Afrika Gipfel“ statt. Die deutsche Bundesregierung führt derzeit den Vorsitz der G20 und versucht, die anderen Regierungen auf eine proaktive Afrikapolitik einzuschwören.

Echtes Interesse an „Afrika“, gut!

Wegen der Flüchtlingsdebatte hat Bundeskanzlerin Merkel „Afrika“ zu einem persönlichen Thema gemacht. Gut so, finde ich. Endlich haben Deutschland und damit Europa wieder echte Interessen in ihren Beziehungen zu afrikanischen Ländern.

Die klassische Entwicklungshilfe ist ja immer mehr zu einem System geworden, das sich nur mehr auf sich selbst bezieht. Oben fließt Geld hinein, unabhängig davon was unten an Ergebnissen herauskommt! – Ich meine, dass ein Grund dafür auch darin liegt, dass die europäischen Regierungen als Geldgeber eben keine wirklichen Interessen hatten.

Alter Wein in neuen Schläuchen?

Der Plan der deutschen Regierung, mit dem sie jetzt versucht die Partnerregierungen in der G20 zu überzeugen, kommt aus den traditionellen Ecken: Der „Marshallplan mit Afrika“ aus dem „Entwicklungshilfeministerium“ um Minister Müller. Und die „Pro! Afrika“ Initiative von Ministerin Zypris aus dem deutschen „Wirtschaftsministerium“.

Ob es diesmal gelingen wird,  Entwicklungshilfe und Außenwirtschaftsförderungen in Einklang zu bringen, ist offen. Politischer Wille und Potenzial ist aber jedenfalls vorhanden. Europa könnte einen Beitrag zur afrikanischen Entwicklung zu leisten und gleichzeitig für sich selbst etwas tun.

Und was hat das mit Migration zu tun?

Ob aber eine positive Entwicklung in afrikanischen Ländern die Migration von Afrikaners nach Europa wirklich vermindern wird, ist eine andere Frage. Meine kurze Antwort darauf hören sie im Interview oder können sie auch hier nachlesen.

 

Mein im Interview erwähntes Buch ist:

Der schwarze Tiger – Was wir von Afrika lernen können

von Hans Stoisser, Kösel Verlag,
ISBN 978-3-466-37125-9

 

Der schwarze Tiger - Was wir von Afrika lernen können

 

 

 

 

 

 

 

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