Krisenflüchtlinge versus Wirtschaftsmigration
Folgenschwer ist, dass wir das Thema Krisenflüchtlinge und das Thema Wirtschaftsmigration nicht auseinanderhalten. Das ist fatal, da wir ganz unterschiedlich darauf reagieren müssen: Kriegs- und Krisenflüchtlinge bedürfen humanitärer Hilfe und einer breiten Sicherheitspolitik. Wirtschaftsmigration aber bedarf einer konsistenten Wirtschafts-, Außenwirtschafts- und Außenpolitik.Mit den Menschen der neuen globalen Mittelschicht verbünden
Wir müssen erkennen, dass die Menschen der neuen globale Mittelschicht die natürlicher Partner Europas sind. Sie haben gleichgerichtete Interessen nach Sicherheit, Freiheit, Wohlstand und persönlicher Sinnerfüllung. Sie fühlen sich auch für die Armen ihrer Länder verantwortlich. Und sie sind das wichtigste Bollwerk gegen autoritäre und oligarchische Staatsapparate und damit – langfristig – auch gegen zukünftige Ströme von Krisenflüchtlinge. Statt nach mehr Entwicklungshilfe zu rufen, sollten europäische Organisationen – NGOs genauso wie Unternehmen -ausschwärmen und die Menschen und Organisationen der neuen globalen Mittelschicht begeistern. Für unsere Werte, unsere Produkte und unsere Leistungen. Nur eine solche Zusammenarbeit kann eine nachhaltige sein. Auf Augenhöhe und zum beiderseitigen Vorteil.Hans Stoisser als Autor: Der schwarze Tiger – Was wir von Afrika lernen können
von Hans Stoisser, Kösel Verlag, ISBN 978-3-466-37125-9
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